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Bus- und Lkw-Unfall

Unfall mit Bus oder Lkw

Unfall mit Bus oder Lkw

Bei Unfällen mit Bussen und Lkws sind einige Besonderheiten zu beachten:

Zivilrechtlich:

Busse und Lkws sind größer, schwerer und führen bei Unfällen meist zu gravierenderen Schäden. Juristisch ausgedrückt bedeutet dies, dass die sog. Betriebsgefahr höher ist als bei kleineren Fahrzeugen, wie beim Motorrad oder beim Pkw. Kommt es demnach zu einem Unfall mit einem Bus oder mit einem Lkw und ist auf der anderen Seite ein Pkw oder ein Motorrad beteiligt, so trifft den Halter des Busses oder des Lkws im Fall einer nicht eindeutigen Haftung des Unfallgegners eine höhere Betriebsgefahr. Die zu Lasten des Lkw- bzw. Bushalters größere Betriebsgefahr führt dazu, dass diesem unter Umständen eine höhere Haftung trifft als zum Beispiel den Beteiligten Pkw-Halter.

Strafrechtlich:

Strafrechtlich gibt es ebenfalls einige Vor- und Nachteile, die es für Bus- bzw. Lkw-Fahrer zu beachten gilt.

Es dürfte einleuchten, dass Trunkenheitsfahrten von Lkw- bzw. Busfahrern verschärft geahndet werden. Das Führen eines Busses bzw. eines Lkws unter Alkohol- oder Drogeneinfluß wird im Rahmen des § 316 bzw. des § 315 StGB strafschärfend berücksichtigt werden. Dies leuchtet insoweit ein, als dass eine Trunkenheitsfahrt mit einem Bus oder einem Lkw selbstverständlich für andere Verkehrsteilnehmer ein vielfach größeres Risiko darstellt. Insoweit muß der Bus- bzw. Lkwfahrer mit der Verhängung schärferer Strafen rechnen.

Bezüglich des Führerscheins werden die Gerichte ebenfalls nur wenig Spaß verstehen. Gerade von einem Bus- bzw. Lkw-Fahrer kann verlangt werden, dass er zwischen Führen eines Busses bzw. Lkws und dem Genuß alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel eine klare Trennung vornimmt. Dennoch besteht für Berufskraftfahrer eher die Möglichkeit den Richter zu überzeugen, dass es ohne seinen Führerschein zu einer existenzbedrohenden Lage kommt, die für den Lkw- bzw. Busfahrer selbst und für seine Familie vernichtend sein kann. Dies kann oftmals auch mit der in der Tat angespannten Arbeitsmarktlage begründet werden.